Kompakte Antworten auf die Fragen, die vor und nach dem Kauf eines Kontaktgrills am häufigsten gestellt werden — sortiert nach Themenbereich. Jede Antwort stützt sich auf Herstellerangaben, technische Daten und die ausgewerteten Rezensionen der Geräte im Vergleich.
Ein Kontaktgrill presst das Grillgut zwischen zwei beheizte Grillplatten und gart es von beiden Seiten gleichzeitig. Ein Raclette-Grill erhitzt nur von einer Seite und ist als Gesellschaftsgerät für den Tisch gedacht: Jeder Gast schiebt sein Pfännchen unter das Heizelement. Beide Geräte lösen also verschiedene Aufgaben — der Kontaktgrill das schnelle Garen von Fleisch, Gemüse oder Panini, der Raclette-Grill den langen Abend mit Gästen. Ausführlich mit Tischgrill und Sandwichmaker daneben: Was welches Gerät kann.
Der Sandwichmaker hat feste, toastgroße Formplatten, die das Brot in Dreiecke teilen und die Ränder verschweißen. Ein Kontaktgrill hat eine durchgehende Grillfläche und nimmt deshalb auch Steaks, Gemüse oder ganze Paninis auf. Mehrere Geräte im Vergleich decken beides ab: Sie führen neben der geriffelten eine glatte Grillplatte oder einen höhenverstellbaren Deckel, mit dem sich dicke Sandwiches pressen lassen. Die Abgrenzung der Bauarten stellt beide Geräte nebeneinander.
Nur die Geräte mit 180-Grad-Funktion. Sie lassen sich vollständig öffnen, sodass beide Grillplatten nebeneinander liegen und die nutzbare Grillfläche sich etwa verdoppelt. Im Vergleichsfeld können das unter anderem die als 3-in-1 bezeichneten Multigrills und Geräte mit ausdrücklicher 180°-Öffnung; ein Gerät kommt aufgeklappt laut Hersteller auf rund 1.300 cm². „2-in-1“ im Namen ist dafür kein verlässliches Zeichen — bei einem Gerät im Feld meint es die Kombination aus Panini-Toaster und Grill, keine Aufklappfunktion. Geräte ohne 180-Grad-Funktion bleiben reine Kontaktgrills — das ist kein Mangel, sondern eine andere Bauform.
Die Geräte im Vergleich reichen von 800 W bis 2.200 W. Kompakte Geräte für 1 bis 2 Personen arbeiten mit 800 bis 1.500 W laut Hersteller und heizen laut Rezensionen trotzdem zügig auf, weil die Grillfläche klein ist. Für größere Platten sind 2.000 W der übliche Wert. Entscheidend ist das Verhältnis zur Grillfläche: Eine hohe Leistungsaufnahme auf kleiner Fläche heizt schnell, lässt sich aber ohne Temperaturregler kaum bremsen. Wie sich das zu den übrigen Kaufkriterien verhält, steht in der Kaufberatung.
Als Anhaltspunkt dienen die Herstellerangaben zu den Portionen, auch wenn sie sich je nach Hersteller deutlich unterscheiden: Ein Gerät mit 29 × 23 cm nennt der Hersteller für bis zu vier Burger-Patties gleichzeitig, eines mit 29 × 26 cm für bis zu sechs Portionen, ein drittes mit deutlich größerer Fläche sogar für bis zu zwölf Burger. Unter etwa 500 cm² wird es für vier Personen eng — dann grillen Sie in zwei Durchgängen. Rechnen Sie die Grillfläche in cm² aus den Plattenmaßen aus; sie ist die belastbarste Größe, die sich zwischen Geräten vergleichen lässt — nennt ein Hersteller sie nicht, hilft nur seine eigene Portionsangabe weiter.
Fünf Geräte im Vergleich arbeiten mit einer festen Heizstufe, alle übrigen lassen sich regeln — teils stufenlos, teils über Automatikprogramme. Ohne Regler wird das Gerät laut mehreren Rezensionen sehr schnell sehr heiß, was für Toast und Sandwiches genügt, bei dünnem Fleisch oder Fisch aber schwer zu steuern ist. Wer nur Paninis presst, kann darauf verzichten; wer Fisch, Gemüse und Steak auf demselben Gerät zubereitet, sollte einen Thermostat einplanen. Welcher Bereich wofür taugt, steht in den Grillzeiten und Temperaturen.
Weil beide Seiten gleichzeitig Hitze bekommen, ist ein Steak etwa in der halben Zeit fertig wie in der Pfanne. Die genaue Dauer hängt an Dicke, Ausgangstemperatur und gewünschtem Garpunkt — feste Minutenwerte führen deshalb in die Irre. Drei Geräte im Vergleich nehmen Ihnen die Entscheidung ab: Eines misst die Dicke des Fleischstücks und stellt Temperatur und Garzeit selbst ein, ein anderes misst über einen Fühler die Kerntemperatur, ein drittes arbeitet mit festen Automatikprogrammen. Richtwerte je Grillgut und die Kerntemperaturen je Garstufe stehen in unserer Grillzeiten-Tabelle.
Für eine kräftige Kruste sind hohe Temperaturen nötig. Die Haushaltsgeräte im Vergleich regeln bis etwa 230 °C, ein Multigrill bringt die Platten per Sear-Funktion auf bis zu 265 °C, und die beiden schweren Gusseisengeräte reichen laut Hersteller bis 300 °C. Fisch und Gemüse gelingen dagegen im unteren Bereich besser. Wichtig ist das Vorheizen: Erst wenn die eingestellte Temperatur erreicht ist, legen Sie das Grillgut auf.
Laut Herstellerangaben und Rezensionen: Steaks, Burger, Bratwürste, Geflügel, Fisch, Gemüse, Halloumi, Panini und Sandwiches. Geräte mit Wechselplatten erweitern das um Waffeln, und Modelle mit 180-Grad-Funktion lassen sich aufgeklappt wie ein Tischgrill nutzen. Grenzen hat das Gerät bei sehr dickem Grillgut: Reicht der Plattenabstand nicht, liegt die obere Platte vorn nicht mehr auf, und das Grillgut gart ungleichmäßig.
Weniger als ein offener Tischgrill, weil die geschlossenen Platten das Fett nach unten in die Fettauffangschale leiten, statt es auf ein Heizelement tropfen zu lassen. Rauchfrei ist das nicht: Bei fettem Fleisch und hoher Temperatur entstehen Dämpfe, und eine Rezension mit eigenen Messungen beschreibt die Rauchentwicklung lediglich als minimal. Grillen Sie mit geöffnetem Fenster oder unter der Abzugshaube, und wischen Sie eingebrannte Reste vor dem nächsten Durchgang ab. Mehr dazu im Abschnitt zu Rauch und Geruch der Kaufberatung.
Nicht zwingend: Laut Hersteller sind die antihaftbeschichteten Grillplatten so ausgelegt, dass sie ohne zusätzliches Öl auskommen. Mehrere Rezensionen greifen trotzdem dazu — sie pinseln mageres Grillgut vor dem Auflegen dünn mit Öl ein oder sprühen die Platten mit einem Ölzerstäuber leicht ein, damit das Fett sich gleichmäßiger verteilt und nichts anhaftet oder anbrennt. Bei stark durchwachsenem Fleisch ist das laut denselben Berichten meist unnötig, weil bereits genug eigenes Fett austritt.
Nur wenn der Hersteller sie ausdrücklich als spülmaschinenfest ausweist — und das setzt herausnehmbare Platten voraus. Im Vergleichsfeld gilt das für mehrere Geräte, teils samt Fettauffangschale. Bei zwei Multigrills sind die Heizelemente laut Hersteller direkt in die Platten integriert; bei einem davon raten mehrere Rezensionen trotz Herstellerangabe zur Handwäsche, um den Verschleiß zu verringern, beim anderen berichten Käufer unauffällig von der Spülmaschine. Fest verbaute Platten gehören nie ins Wasserbad, weil das Gerät elektrisch ist. Der Ablauf für beide Plattenarten steht im Ratgeber zur Reinigung.
Mit einem feuchten Tuch am noch warmen, aber ausgesteckten Gerät. Mehrere Rezensionen zu den kompakten Geräten beschreiben genau das als unkompliziert: Solange die Reste noch weich sind, genügt ein Schwamm. Kühlt der Grill mit Resten aus, wird es deutlich mühsamer — bei den schweren Gusseisengeräten berichtet eine Rezension von über einer Stunde Aufwand. Fest verbaute Platten sind deshalb kein Ausschlussgrund, aber sie verlangen eine feste Gewohnheit.
Weichen Sie die Reste ein, statt zu schaben: ein feuchtes Küchenpapier auf die lauwarme Grillplatte legen, einige Minuten warten, dann abwischen. Für die emaillierten Gusseisenplatten der Profigeräte nennen Rezensionen Topfreiniger, Wasser und etwas Spülmittel. Auf einer Antihaftbeschichtung haben harte Metallschwämme und Metallbürsten dagegen nichts zu suchen — sie sind die häufigste Ursache für Kratzer. Wer paniertes Grillgut zubereitet, kann Backpapier unterlegen. Schritt für Schritt: Kontaktgrill reinigen.
Eine belastbare Zahl gibt es nicht — die Rezensionen in unserer Auswertung reichen von mehreren Monaten täglicher Nutzung ohne Auffälligkeiten bis zu einzelnen Berichten über frühen Verschleiß. Am längsten hält eine Beschichtung dort, wo sie nicht mechanisch angegriffen wird: kein Metallbesteck, keine Scheuermittel, kein Schaben im kalten Zustand. Für die emaillierten Gusseisenplatten eines Profigeräts berichtet eine Rezension auch nach häufigem Gebrauch von keinen Ablösungen. Was die Schicht aushält und was sie zerstört, steht im Ratgeber zur Beschichtung.
Die PTFE-Beschichtung ist der verbreitete Standard und in den meisten Geräten des Vergleichs verbaut. Eine Keramikbeschichtung kommt laut Hersteller ohne PTFE aus; zwei Geräte im Feld führen sie ausdrücklich als Merkmal. Über die Haltbarkeit sagt das Material für sich genommen wenig: In den ausgewerteten Rezensionen finden sich zu beiden Varianten sowohl langjährig zufriedene Berichte als auch einzelne Beschwerden über haftende Reste.
Nur bei Geräten mit herausnehmbaren Platten, und auch dort nur, wenn der Hersteller sie als Zubehör führt. Im Vergleichsfeld bringen zwei Multigrills von Haus aus mehrere Plattenpaare mit, und für einen Kontaktgrill lassen sich laut mehreren Rezensionen Waffelplatten und eine Backschale nachrüsten. Bei fest verbauten Platten ist ein Wechsel nicht vorgesehen — dort entscheidet der Zustand der Beschichtung über die Lebensdauer des ganzen Geräts. Mehr zu Haltbarkeit und Nachkauf: Kontaktgrill-Beschichtung.